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Ausgabe 48/2004
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20.11.2004
 

Schmiergeldverdacht bei Infineon

Der Führung des Münchner Chipherstellers Infineon drohen schon bald neue Turbulenzen. Anlass ist ein Motorsport-Sponsoring-Vertrag mit der Schweizer Agentur BF-Consulting. Dieser wurde unter dem im März ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schumacher im Jahr 2000 abgeschlossen. Gegen dessen vorzeitige Kündigung klagt nun BV-Geschäftsführer Udo Schneider. Wie am Rand einer ersten Verhandlung vor dem Landgericht München am Mittwoch vergangener Woche durchsickerte, will der Rennexperte im Rahmen des Verfahrens unter anderem eine eidesstattliche Erklärung vorlegen, die den noch amtierenden Infineon-Vorstand Andreas von Zitzewitz schwer belastet. In dem Papier behauptet Schneider, dem Topmanager „innerhalb von drei Jahren 300000 Euro in Form von Bar-Rückflüssen oder geldwerten Leistungen“ gewährt zu haben, die aus Sponsorengeldern von In- fineon-Lieferanten stammen sollen. Zitzewitz selbst verweigerte gegenüber dem SPIEGEL jede Stellungnahme, der Infineon-Aufsichtsrat bezeichnet die Vorwürfe als „bösartige Verleumdung“.

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