DER SPIEGEL



AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 25/2005
  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
18.06.2005
 

Rückschlag für Telekom-Kläger

Für Tausende Kleinaktionäre, die in Frankfurt wegen möglicherweise zu hoch bewerteter Immobilien gegen die Deutsche Telekom klagen, werden die Erfolgsaussichten geringer. Nachdem die Bonner Staatsanwaltschaft vor drei Wochen bereits ihre fast fünfjährigen Ermittlungen eingestellt hatte, zog nun auch der größte in Frankfurt vertretene institutionelle Anleger der Telekom seine Zivilklage zurück. Eine Begründung der weitgehend unbekannten Grand Waters Participation, die rund 100.000 Aktien des Unternehmens hält, gibt es nicht. Insider vermuten jedoch, dass die Anwälte die Erfolgschancen deutlich geringer einschätzen, nachdem die Bonner Staatsanwaltschaft keine Anklage gegen Telekom-Manager erhoben hatte. Ähnlich hatte sich vor knapp drei Wochen auch schon die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz geäußert. Mit dem Ausscheiden des Großklägers könnten nun höhere Prozesskosten auf die verbliebenen T-Aktionäre zukommen. Möglicherweise muss nämlich zum Beweis der vermeintlichen Immobilienfehlbewertung ein millionenschweres Gutachten angefertigt werden. Die Kosten sollten nach bisheriger Planung anteilsmäßig auf die Kläger aufgeteilt werden.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© DER SPIEGEL 25/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP