In deutschen Tiefkühltruhen lagern immer mehr Fischprodukte mit fragwürdigen Qualitätssiegeln. Nach einer Bestandsaufnahme des Umweltverbands WWF bieten insbesondere Biomärkte "Kabeljau aus Wildfängen" oder "Alaska Seelachs" mit Ökosiegeln an. Tatsächlich stammten aber nur die Rohstoffe für die verarbeiteten Panaden oder das Öl der Marinaden aus biologischem Anbau. Auch bei Produktkennzeichnungen mit dem Hinweis "Delphin-freundlich" ist nach Ansicht des WWF Vorsicht geboten, da sie nicht gesetzlich geschützt sind. Von russischen und fernöstlichen Fangflotten würden immer noch mit Bodenschleppnetzen ökologisch wertvolle Korallen zerstört sowie Delphine, Schildkröten oder Haie als Beifang getötet. Als verlässlich gilt das blaue Fisch-Siegel des unabhängigen Londoner Marine Stewardship Council (MSC), das eine "bestandserhaltene Fischereiwirtschaft" garantieren will.
Auf anderen Social Networks posten:
© DER SPIEGEL 30/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH