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Ausgabe 31/2005
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30.07.2005
 

Schönbohm nimmt Kurs auf das Wehrressort

Gute Aussichten, nach einem schwarz-gelben Wahlsieg Verteidigungsminister zu werden, hat offenbar der brandenburgische Innenminister und Ex-General Jörg Schönbohm (CDU). Nach einem Gespräch des Politikers mit Kanzlerkandidatin Angela Merkel mehren sich Hinweise aus der Union, dass die CDU-Chefin in ihrer Partei keinen anderen Bewerber von Format und Sachkenntnis findet. Zwar würde Merkel gern den Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Glos, auf die Bonner Hardthöhe, den ersten Dienstsitz des Verteidigungsministers, schicken. Doch der fränkische Müllermeister sträubt sich - er strebt den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Dort gilt als ausgemacht, dass das Wehrressort an einen CDUMann fallen müsse, wenn die FDP das Außen- und die CSU wie erwartet das Innenministerium erhält. Merkel will wie Schönbohm an der allgemeinen Wehrpflicht festhalten. Sie hat dem Aspiranten aber bereits deutlich gemacht, dass er nicht mit einer Erhöhung des Wehretats rechnen kann. Schönbohm hatte in den neunziger Jahren als Inspekteur des Heeres und als Rüstungsstaatssekretär gedient, ehe er in die Politik wechselte. Er wäre der erste Bundeswehrgeneral im Amt des Verteidigungsministers. Um sich darauf vorzubereiten, hat er bereits zu ehemaligen Weggefährten aus seiner Zeit auf der Hardthöhe Kontakt aufgenommen.

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