Hamburg - Egal, ob bei der staatlichen Oddset-Wette, in privaten Wettbüros oder im Internet gezockt wird: Inzwischen haben schon 13 Prozent der süchtigen Spieler in den Suchtberatungsstellen Probleme mit Sportwetten, so die Studie, die in Auftrag gegeben wurde vom nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie der Westdeutschen Lotterie.
Demnach lösen Sportwetten weit stärkere Emotionen aus als die klassischen Lotterieangebote, wie "6 aus 49". "Die Spieler führen den Erfolg auf ihr eigenes Wissen über die Form der heimischen Fußballmannschaft oder die bessere Technik eines Formel-1-Teams zurück. Das verstärkt die Bindung an die Sportwette", sagt Mitautor Gerhard Meyer.
In dieser Stimulation liege die Gefahr. Nach Meinung der Suchtexperten müssten die Wettanbieter mehr für den Spielerschutz tun. Meyer fordert daher Programme zur Früherkennung von Spielsucht sowie konkrete Ausstiegshilfen für Dauerzocker. Zudem sei es wichtig, die Zahl der Anbieter zu beschränken. Besonders, weil immer neue Sportwettenangebote auf den Markt drängten.
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© DER SPIEGEL 35/2005
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