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Ausgabe 35/2005
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27.08.2005
 

Hochwasserschäden durch fehlenden "Klimaaufschlag"

Möglicherweise wären die Millionenschäden des jüngsten Hochwassers in Bayern vermeidbar gewesen, wenn Hinweise in landeseigenen Gutachten befolgt worden wären. Unter Berufung auf eine Studie zum "Klimawandel und Hochwasserschutz" in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst hatte der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf im Frühjahr 2005 einen "Klimaänderungsaufschlag" von 15 Prozent bei neuen Hochwasserschutzbauten gefordert. In dem jetzt besonders betroffenen Ort Eschenlohe, den Ministerpräsident Edmund Stoiber vergangene Woche besuchte, waren die Schutzanlagen allerdings ohne den "Klimaaufschlag" ausgebaut worden. Da die bisherige Rekordmarke des Pfingsthochwassers von 1999 jetzt überschritten wurde, überschwemmte die Flut Eschenlohe. Auch andernorts sei der notwendige Klimazuschlag bei der Auslegung von Deichhöhen missachtet worden, so die Umweltorganisation Greenpeace. Millionenausgaben für den Hochwasserschutz seien deshalb "oft für die Katz".

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