Die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) hat Ende August den als "Müllpaten von Nordrhein-Westfalen" bekannten Viersener Entsorgungsunternehmer Hellmut Trienekens vor dem Landgericht Bonn (Aktenzeichen 15 O 386/05) auf Schadensersatz in Höhe von mehr als 12 Millionen Euro verklagt. Trienekens soll seit den neunziger Jahren den früheren CDU-Kommunalpolitiker und Geschäftsführer der RSAG, Karl-Heinz Meys, mit mehr als zwei Millionen Euro geschmiert haben. Im Gegenzug soll Trienekens, der seinen Müllkonzern im Jahr 2002 vollständig an die RWE Umwelt verkauft hat, lukrative Entsorgungsaufträge mit Laufzeiten von 20 Jahren und einem Gesamtvolumen von rund 240 Millionen Euro zugeschanzt bekommen haben. Meys war im vergangenen Dezember wegen Bestechlichkeit zu sechs Jahren Haft verurteilt worden, Trienekens wird sich demnächst auch noch vor dem Landgericht Bonn wegen Bestechung verantworten müssen - ein Vorwurf, den er immer bestritten hat. Ziel der Schadensersatzklage sei es, so die neue RSAG-Geschäftsführerin Ludgera Decking, "im Interesse der Bürger des Rhein-Sieg-Kreises die Millionenbeträge zurückzuführen, die sich die Beklagten über viele Jahre hinweg rechtswidrig verschafft haben".
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© DER SPIEGEL 37/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH