Wirtschaft



AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 37/2005
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10.09.2005
 

Hedgefonds attackieren erneut Reisekonzern TUI

Erneut im Visier von Hedgefonds befindet sich der Reisekonzern TUI. Nach der ersten erfolglosen Attacke im vergangenen Jahr wetten die Spekulanten nun schon wieder auf einen nachhaltigen Kursverfall des Touristikkonzerns. Der Aktienpreis rutschte bereits von knapp 21 Euro am 10. August auf unter 18 Euro am vergangenen Freitag ab. Offenbar seit Wochen leihen sich die Fonds die Wertpapiere von Großinvestoren und werfen sie auf den Markt, um sie später billig zurückkaufen zu können. Bei den großen Investmentbanken stieg vergangene Woche "die Leihgebühr von 1,25 Prozent auf 1,5 Prozent", erzählt ein Hedgefonds-Manager, TUI sei derzeit der Dax-Wert mit den höchsten Leihesätzen. Die Fondsmanager spekulieren darauf, dass die für den Kauf der kanadisch-britischen Containerschiffgesellschaft CP Ships geplante Kapitalerhöhung den Aktienwert verwässern wird. "Wir äußern uns dazu grundsätzlich nicht", sagt ein TUI-Sprecher. Die jüngste Attacke ist allerdings noch nicht so heftig wie im vergangenen Jahr. Damals lagen die Leihesätze zeitweise im zweistelligen Prozentbereich. Nach verschiedenen positiven Unternehmensmeldungen stieg jedoch der Kurs wieder an, und TUI-Chef Michael Frenzel konnte seinen Platz im Dax retten. Daraufhin erlitten einige Fonds herbe Verluste.

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