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Ausgabe 38/2005
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16.09.2005
 

CDU-Politiker um Rupert Scholz unterstützten fragwürdigen Anlage-Fonds

Einem dubiosen Vermögensfonds haben drei ehemalige CDU-Politiker, darunter Ex- Verteidigungsminister Rupert Scholz, Renommee verschafft: Scholz hatte vergangenes Jahr, zusammen mit dem Berliner Ex-Staatssekretär Michael-Andreas Butz sowie Wighard Härdtl, ehemals Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, für einen Prospekt des MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I AG & Co. KG posiert. Der Ex-Minister fungierte als Beiratsvorsitzender, die anderen Unionsmänner waren als Aufsichtsräte von Muttergesellschaften des Fonds tätig. Auf Hochglanzpapier wurden "attraktivere Renditen" und eine "solide Vermögensanlage" versprochen. Dabei fehlte der Firma, die ihren Sitz in Braunschweig hat, bereits die für solche Bankgeschäfte erforderliche Genehmigung; inzwischen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht dem Fonds die Geschäftstätigkeit untersagt und die Abwicklung angeordnet. Nur: Von den 43,5 Millionen Euro, die rund 6500 Anleger investierten, wären dann, nach Angaben des Fonds, etwa 40 Millionen Euro verloren. Als Geschäftsführer des Fonds fungiert der ehemalige Berliner FDP-Landesvorsitzende Walter Rasch. Gegen ihn hat jetzt Rechtsanwalt Dietmar Kälberer, dessen Berliner Kanzlei rund 60 geschädigte Anleger vertritt, Klage eingereicht, um Rasch in Haftung zu nehmen. Zudem kündigt der Anwalt juristische Schritte gegen Scholz an. Der ehemalige CDUMann verteidigt sich, er habe "nur wenige Monate" dem Beirat vorgestanden und sei "ins operative Geschäft nicht eingeweiht" worden. "Es ist skandalös", so Rechtsanwalt Kälberer, "wie der Vertrauensbonus bekannter Politiker ausgenutzt wurde, ohne die primitivste Grundvoraussetzung des Bankgeschäfts einzuhalten."

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