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Ausgabe 44/2005
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29.10.2005
 

Neue Probleme für die Käufer des Berliner Verlags

David Montgomery, neuer Miteigentümer des Berliner Verlags, wird seinen Übernahmeplan in einigen Punkten modifizieren müssen. Offenbar wollen sich weder der Chefredakteur der "Berliner Zeitung", Uwe Vorkötter, noch sein Kollege vom "Berliner Kurier", Hans-Peter Buschheuer, zum Vorzugstarif an der Übernahme beteiligen, wie Montgomery es geplant hatte. Er habe "gar nicht genau gewusst, wie so ein Management-Buy-Out überhaupt funktioniert", so Vorkötter, dessen Verbleib im Verlag nach dem erbitterten Kampf der Redaktion gegen die Neueigentümer ohnehin fraglich ist. Auch die kartellrechtliche Überprüfung des Deals könnte schwieriger werden, als es sich die britisch-amerikanischen Investoren von Montgomerys Mecom und Veronis Suhler Stevenson (VSS) vorgestellt haben. "Allgemeine Angaben über die Investoren von VSS und Mecom, die diese Firmen sowieso veröffentlichen, reichen uns da nicht aus", so Kartellamtschef Ulf Böge, der vor allem prüfen muss, ob sich womöglich andere Verlage unter den Geldgebern der Finanzinvestoren befinden. Zudem gibt es Probleme, den neugeschaffenen Aufsichtsrat zu füllen, in den neben Vertretern der neuen Verlagsbesitzer und Ex-Gruner+Jahr-Chef Gerd Schulte-Hillen weitere Medienspezialisten rücken sollen: Der aus dem Investorenkreis angefragte ehemalige Springer-Vorstand und Ex-"Bild"-Chef Claus Larass sagte gerade ab: "Wenn die so gekämpft haben, dann kann ich als Kollege da doch nicht reingehen", so Larass, dem ohnehin das "Geschäftsmodell nicht klar war".

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