Hamburg - Mit 5,6 Milliarden Euro wurde nach SPIEGEL-Informationen mehr als ein Drittel der Erträge aus dem Investmentbanking-Geschäft an die 13.492 Mitarbeiter weitergereicht. Durchschnittlich bekam Jeder aus der Sparte 415.000 Euro und damit 21 Prozent mehr als 2004. Und sogar für diese Summer entschuldigte sich Deutsche-Bank-Chef
Josef Ackermann quasi noch - denn das Ergebnis vor Steuern ging im Investmentbanking sogar um 57 Prozent nach oben.
Die leistungsabhängigen Boni könnten nicht im gleichen Maße steigen, warb Ackermann bei seinen führenden Mitarbeitern in London, Frankfurt und New York um Verständnis. Stattdessen werde er aber den Bargeldanteil bei den Anfang Februar ausgezahlten Boni erhöhen, versprach der Vorstandschef. In den vergangenen Jahren wurden im Durchschnitt etwa ein Viertel in Aktien bezahlt. Dieser Anteil sinkt nun nach Auskunft von Insidern auf etwa 15 Prozent, nur bei hochrangigen Mitarbeitern ist er deutlich höher.
Die Boni richten sich nach den Ergebnissen der Bank insgesamt, der jeweiligen Abteilung sowie der Leistung des Mitarbeiters. Sie werden - anders als das Festgehalt - jedes Jahr im Nachhinein neu festgelegt. Einige Investmentbanker kassieren dabei mehrstellige Millionensummen, während Sekretärinnen oder Sekretäre sich mit bescheideneren Summen zufrieden geben müssen.
Die Personalkosten machen mehr als ein Drittel der Erträge der Sparte Corporate and Investment Banking aus, die die Kreditvergabe an deutsche Mittelständler ebenso wie den weltweiten Wertpapierhandel umfasst. Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen diese Ausgaben bei der Deutschen Bank um 16 Prozent, während die Erträge des Geschäftsbereichs um 19 Prozent zulegten.
ase/dpa
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© DER SPIEGEL 9/2006
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