Mittwoch, 10. Februar 2010

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22.07.2006
 

Bundeswehr will Soldaten nicht in Schwulenvierteln unterbringen

Das Verteidigungsministerium will Bundeswehr-Angehörige auf Dienstreisen davor bewahren, in die Nähe von Schwulenbars zu geraten. "Negative Auswirkungen auf das Ansehen der Bundeswehr sollen so vermieden werden", heißt es in einem Schreiben an den Petitionsausschuss des Bundestages. Es sei nicht zumutbar, wenn sich die von der Bundeswehr gebuchten Übernachtungshotels in einem Viertel befänden, "das der homosexuellen Szene zuzuordnen" sei, noch dazu in der Nähe "einschlägiger Lokale". Mit dem Schreiben reagiert das Ministerium auf den Protest eines Hotels in der Kölner Innenstadt, das die Bundeswehr vor einigen Monaten aus ihrem Hotelverzeichnis gestrichen hatte. "Die Ausstattung und der Service wurden ausdrücklich nicht beanstandet", bescheinigt das Ministerium. Gleichwohl sei es richtig gewesen, das Hotel aus der Liste zu nehmen. Wegen knapper Parkplätze hätten "die Dienstreisenden in Uniform den Weg zum Hotel zu Fuß zurücklegen müssen", heißt es. "Die Präsenz von Angehörigen der Bundeswehr in diesem einschlägigen Viertel werde so Dritten gegenüber vermittelt."

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