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Ausgabe 40/2006
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Alkohol-Lobby setzt sich im Streit um EU-Empfehlungen durch

Im Kampf um die geplante Anti-Alkohol-Strategie der EU hat sich die Herstellerlobby offenbar weitgehend durchgesetzt. Zwar führt die EU in ihrem Entwurf, der dem SPIEGEL vorliegt, verschiedene Maßnahmen auf, um den Alkoholmissbrauch vor allem unter Jugendlichen einzudämmen. Dazu gehören höhere Alkoholsteuern, Verkaufsund Werbebeschränkungen für Alkoholika, Warnhinweise auf Flaschen, eine Null-Promille-Grenze für Fahranfänger und Berufskraftfahrer sowie insbesondere die Heraufsetzung der Altersgrenze auf 18 Jahre für alle alkoholischen Getränke, also auch für Bier und Wein, die in Deutschland bisher frei ab 16 sind. Allerdings belässt es Verbraucherkommissar Markos Kyprianou bei weich formulierten Empfehlungen, mit denen die Mitgliedsstaaten lediglich eingeladen werden, über entsprechende Schritte nachzudenken. Unterdessen hat der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Richard Weber, mitgeteilt, die Bundesregierung habe zugesichert, die Empfehlungen weitgehend nicht umzusetzen. Weber sagte dazu am Rande einer Bilanzpressekonferenz der Karlsberg-Brauerei, deren Chef er ist, die Liste der möglichen Einschnitte sei "vom Tisch", die "Gesundheitsgurus" hätten sich in Brüssel nicht durchsetzen können. In Brauereien und Weinbaubetrieben arbeiten in Deutschland rund 200.000 Beschäftigte.

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