Die Sicherheitsmaßnahmen für die neue US-Botschaft in Berlin werden umfangreicher als bisher bekannt. Um den Eingang der diplomatischen Vertretung in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor am Pariser Platz zu sichern, bauen amerikanische Firmen verkabelte Spezial-Poller ein. Die Betonzylinder dienen als angeblich unüberwindbare Sperren gegen Bombenattentate mit Fahrzeugen. Auf Druck der US-Regierung werden auch vor der französischen Botschaft am Pariser Platz Poller in die bestehenden Blumenrabatten und Grünanlagen gesetzt. Zudem verzichteten die Bauherrn aus Angst vor Autobomben auf den geplanten Bau einer Tiefgarage. Nach Angaben der Botschaft hat damit lediglich der Botschafter die Möglichkeit, in seiner gepanzerten Limousine vorzufahren. Für die Botschaftsangestellten sind derzeit keine Parkplätze vorhanden. Aus Geheimhaltungsgründen sind während der Bauarbeiten selbst für die Arbeiter der beteiligten deutschen Firmen die obersten Stockwerke des Gebäudes nicht zugänglich.
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© DER SPIEGEL 42/2006
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