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Ausgabe 45/2006
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Söder will CSU zur Ökopartei umbauen

Die CSU soll nach dem Willen von Generalsekretär Markus Söder zu einer Umweltpartei werden und damit in direkte Konkurrenz zu den Grünen treten. In einem von Söder verfassten Thesenpapier heißt es, die CSU müsse das "ökologisch-bürgerliche Profil stärken" und so zu einer "Partei der Lebensthemen" werden. Vor allem mit einem restriktiven Kurs bei der grünen Gentechnik will Söder das Öko-Bewusstsein seiner Partei unter Beweis stellen, schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. So fordert er, die Anbaufläche von gentechnisch veränderten Pflanzen auf dem jetzigen Niveau von etwa 350 Hektar einzufrieren. Der Einstieg in die kommerzielle Nutzung der grünen Gentechnik lehnt der Christsoziale auf mittlere Sicht komplett ab. Die CSU stelle damit "die Sicherheit einer gesunden Ernährung vor reine Marktinteressen", schreibt er. Der CSU-Generalsekretär geht damit auf direkten Konfrontationskurs zu Forschungsministerin Annette Schavan (CDU), die auf eine Förderung der Gentechnik in Deutschland drängt. Schavan reagierte entsprechend kritisch auf das Papier der Schwesterpartei. "Eine Ökopartei CSU ist nur schwer mit der hoch erfolgreichen Wirtschafts- und Innovationspolitik Bayerns in den letzten Jahrzehnten in Übereinstimmung zu bringen", sagte sie dem SPIEGEL. Hinter Söders Strategie steckt die Sorge der CSU, dass gerade die bürgerlichen Wähler in den gut situierten Regionen Bayerns zu den Grünen abwandern könnten.

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