Das Bundeskriminalamt hat Daten einer weiteren Computer-Festplatte teilweise rekonstruieren können, die Ermittler im Zusammenhang mit den gescheiterten Kofferbombenanschlägen auf zwei Regionalzüge nach Hamm und Koblenz im vergangenen Jahr beschlagnahmt hatten. Dabei handelt es sich um eine Speicherplatte, die sich zeitweilig auch im Besitz des in Berlin inhaftierten Youssef Mohamed al-Hajdib befunden hatte; anders als der im Libanon einsitzende zweite mutmaßliche Komplize schweigt Hajdib zu den Vorwürfen. Die Fahnder stießen auf der Festplatte auf Bilder von Qaida-Chef Osama Bin Laden sowie mehrerer bekannter Hassprediger, außerdem auf Lieder mit Versen wie "Zerstöre die Juden" oder "Wir sind Helden des Dschihad", in denen der Märtyrertod und der Sieg des Islam verherrlicht werden. Ebenfalls auf dem Datenträger: ein Enthauptungsvideo mit dem Titel "Der Prinz der Schlächter", in dem Bin Laden und der später im Irak getötete Top-Terrorist Abu Mussab al-Sarkawi zum heiligen Krieg aufrufen. Ein weiteres Bild zeigt einen Behälter mit weißem Pulver. Eine chemische Formel als Aufschrift weist darauf hin, dass es sich möglicherweise zum Bau einer Bombe eignet.
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© DER SPIEGEL 14/2007
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