Bundestagsabgeordnete der SPD haben eine Initiative zur Änderung des Stammzellgesetzes gestartet und werben jetzt fraktionsübergreifend für einen entsprechenden Gruppenantrag. Der Entwurf der SPD-Forschungspolitiker René Röspel und Jörg Tauss sieht zwei wesentliche Änderungen vor: Zum einen wollen sie den Stichtag auf den 1. Mai 2007 verschieben. Bislang dürfen Forscher nur mit menschlichen embryonalen Stammzellen arbeiten, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland gewonnen wurden. Zweitens wollen die SPD-Politiker die Geltung des Stammzellgesetzes auf das Inland beschränken, damit Forscher sich nicht eventuell strafbar machen, wenn sie mit ausländischen Kollegen kooperieren, die mit jüngeren Stammzelllinien arbeiten. In der Großen Koalition gibt es sowohl Befürworter wie vehemente Gegner einer Gesetzesreform. Wissenschaftler fordern seit einiger Zeit eine Neuregelung.
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© DER SPIEGEL 39/2007
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