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Ausgabe 8/2008
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16.02.2007
 

Springer will Presserat-Beschwerden von "Bildblog" stoppen

Gegen die "Bild"-kritische Internet-Seite "Bildblog" geht der Axel-Springer-Verlag vor. Er versucht durchzusetzen, dass die Betreiber des mehrfach ausgezeichneten Blogs künftig grundsätzlich keine Beschwerden mehr beim Deutschen Presserat einreichen dürfen. Ihnen gehe es bei ihren Eingaben nicht darum, Missstände aufzuzeigen. Vielmehr riefen sie den Presserat missbräuchlich mit einer Flut von kommerziell motivierten Beschwerden an, um daraus Stoff für Berichterstattung zu gewinnen, so die Argumentation des Verlags. Springer fordert daher vom Presserat, diese "Arbeitsbeschaffungsaktion" grundsätzlich zu beenden. Nach Angaben des Presserats hat "Bildblog" in den dreieinhalb Jahren seines Bestehens insgesamt zwölf Beschwerden eingereicht. Auf der Homepage werden so gut wie täglich Artikel der "Bild" kritisiert und Fehler der Redaktion dokumentiert. Die Seite finanziert sich über Werbung. "Der Verlag stellt nicht in Abrede, dass Kritik möglich ist", so eine Anwältin, die den Springer-Verlag berät. Es sei jedoch grundsätzlich nicht hinnehmbar, dass Presserat und "Bild" Aufwand betreiben müssten, um die Attraktivität und mittelbar die Einnahmen von "Bildblog" zu steigern.

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