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Ausgabe 18/2008
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26.04.2008
 

KfW bestätigt notleidende Simbabwe-Kredite in Höhe von 100 Millionen Euro

Die Altgeschäfte der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Simbabwe entpuppen sich als Verlustbringer. "Ein Kreditvolumen von rund 100 Millionen Euro ist seit dem Jahr 2000 notleidend", bestätigt eine Sprecherin dem Hamburger Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL. Ein Teil des Geldes sei allerdings durch Bürgschaften der Hermes Kreditversicherung gedeckt. Ende der neunziger Jahre finanzierte die Staatsbank in dem von Diktator Robert Mugabe beherrschten Land fünf Großprojekte. Neben Krankenhäusern und der Modernisierung eines Elektrizitätswerkes baute ABB ein Flughafenterminal, Ferrostaal modernisierte ein Stahlwerk, und Siemens rüstete den staatlichen Mobilfunkanbieter aus. Doch alle Projekte endeten für die Bank als Problemfälle. Simbabwe bedient die Schulden schon seit Jahren nicht mehr. Im Falle des ausstehenden Kredits für das Stahlwerk beauftragte die KfW vor kurzem das Inkassounternehmen Commercial Intelligence (CI) aus Singapur. Die Schuldeneintreiber versuchten vorvergangene Woche vergeblich einen chinesischen Frachter, der mit Waffen für Mugabe beladen war, in Südafrika zu pfänden. Laut KfW wurde CI in Asien und Afrika "mit einer Handvoll" weiterer Fälle beauftragt.

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