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Ausgabe 41/2009
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03.10.2009
 

Industrie- und Handelskammern schwimmen in Geld

Trotz Wirtschaftskrise wollen viele Industrie- und Handelskammern (IHK) ihre Finanzpolster auch im laufenden Jahr weiter erhöhen. In Berlin und München sollen die Rückstellungen und Rücklagen um jeweils zweistellige Millionenbeträge aufgestockt werden. Dabei bunkern die Kammern, die sich aus den Pflichtbeiträgen der regionalen Industrie-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen finanzieren und den Staat gern zu Steuersenkungen auffordern, schon jetzt gigantische Reserven. Mit dem Geld werden unter anderem großzügige Pensionen für IHK-Mitarbeiter finanziert. Insgesamt, so schätzt der Bundesverband für freie Kammern (bffk), horten die 80 IHKs mindestens 1,7 Milliarden Euro in Form von Rückstellungen und Rücklagen. "Dass die Kammern selbst in diesen Zeiten die Geldspeicher weiter auffüllen, ist maßlos und ein Zeichen dafür, dass die Bürokratie die Interessen der Mitgliedsbetriebe aus den Augen verloren hat", meint bffk-Geschäftsführer Kai Boeddinghaus. Gerade kleinere und mittlere Betriebe brauchten Entlastung.

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