Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat entschieden, Klaus-Dieter Fritsche (CSU) als neuen Sicherheitsstaatssekretär im Innenministerium zu berufen. Fritsche ist bislang im Bundeskanzleramt als Abteilungsleiter 6 für die Koordination und Aufsicht der Geheimdienste zuständig und arbeitete in dieser Funktion in der vergangenen Legislaturperiode bereits eng mit dem damaligen Kanzleramtsminister de Maizière zusammen. Zudem kennt Fritsche das Metier auch aus der Innenansicht, er war Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. Fritsche folgt auf den parteilosen August Hanning, den der neue Bundesinnenminister am vergangenen Dienstag fristlos vor die Tür setzte, nachdem zuvor noch ein Wechsel zur Jahreswende vereinbart worden war. Hintergrund waren frühe Pressemeldungen über Hannings Abschied, als deren Quelle man im Ministerium den bisherigen Staatssekretär selbst vermutete. Über die Nachfolge für Fritsche im Kanzleramt ist noch nicht entschieden, dafür verständigten sich Angela Merkel und ihr neuer Kanzleramtschef Ronald Pofalla überraschend darauf, dass BND-Präsident Ernst Uhrlau vorerst weitermachen darf.
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© DER SPIEGEL 47/2009
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