Im Berliner Axel-Springer-Verlag bastelt man offenbar an einer jungen Version der "Bild"-Zeitung. Ein rund 15-köpfiges Team entwickelte bisher eine Testausgabe mit dem Arbeitstitel "Bild Format". Das Blatt im Tabloid-Format soll vor allem jüngere Menschen ansprechen und gezielt auf Themen wie Volksmusik, Alterswehwehchen oder Rentner-Wut verzichten. Für den Ableger würde man sich wohl an ohnehin vorhandenen Inhalten der großen "Bild" bedienen, ebenfalls sollen aber auch eigene Schwerpunkte gesetzt werden. Auch sonst gibt es Unterschiede: In der ersten internen Test-Ausgabe wanderte etwa das "Seite-eins-Mädchen" von der Titelseite in den Sportteil. Schon bald soll das Projekt der "Bild"-Chefredaktion präsentiert werden, in einem nächsten Schritt müsste dann der Springer-Vorstand über eine Markteinführung entscheiden. Als Testmarkt soll Frankfurt am Main dienen: Dort gibt es viele Pendler – und keinerlei regionale Boulevard-Konkurrenz. Springer verweist auf eine Vielzahl laufender Entwicklungsvorhaben im Konzern, will dieses Projekt jedoch nicht bestätigen.
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© DER SPIEGEL 47/2009
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