Der neue Chefredakteur von "Cicero" Michael Naumann will in dem Magazin künftig "ein breiteres Meinungsspektrum abbilden". "Der ,Cicero' ist konservativ. Das ist keine Frage", sagte Naumann dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Es gehe nicht darum, ein völlig neues Blatt zu machen. "Aber pluralistischer soll es werden." Zudem möchte Naumann das Heft "stärker für außenpolitische und Globalisierungs-Fragen öffnen". Eine "Literarisierung der politischen und ökonomischen Debatte" werde es in "Cicero" nicht geben. "Die alte deutsche Hoffnung, dass Schriftsteller zu gesellschaftlichen Problemen etwas Besonderes zu sagen haben, ist leider zu oft enttäuscht worden", so Naumann. Er wolle sich daher in Zukunft "stärker auf fachlich ausgewiesene Journalisten verlassen".
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© DER SPIEGEL 51/2009
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