Der Besitzer von Hugo Boss, die Beteiligungsgesellschaft Permira, will langfristig bei der Modefirma engagiert bleiben. "Wir werden uns sicher nicht von Hugo Boss trennen, wir haben gerade 250 Millionen Euro neu investiert", sagte Jörg Rockenhäuser, der Deutschland-Chef von Permira. Die Beteiligungsgesellschaft habe der USBank Citigroup Schulden in Höhe von 720 Millionen Euro mit einem Abschlag von über 60 Prozent abgekauft, bestätigte er dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Verkaufsgerüchte waren aufgekommen, weil Permira vor wenigen Wochen Hugo Boss von der italienischen Modefirma Valentino abgetrennt hatte. Die beiden Marken sollten sich "künftig unabhängig voneinander in ihren Segmenten entwikkeln". Erstmals äußerte sich Rockenhäuser auch zu dem Gesellschafterdarlehen in Höhe von 120 bis 140 Millionen für die Sendergruppe ProSiebenSat.1., die den beiden Beteiligungsgesellschaften Permira und KKR gehört. Es bestehe die Bereitschaft, "in Extremsituationen die Unternehmen auch finanziell weiter zu unterstützen". Die Sendergruppe ist durch eine hohe Verschuldung verbunden mit einer massiven Werbekrise in Bedrängnis geraten. "Wir wollen ProSiebenSat.1 nicht verkaufen und deshalb bemühen wir uns derzeit auch nicht um eine Ministererlaubnis", antwortete Rockenhäuser auf die Frage, ob es Verkaufsgespräche mit dem Medienkonzern Axel Springer gäbe.
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© DER SPIEGEL 6/2010
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