Die Bundesregierung will sich zusammen mit Frankreich für eine bessere Koordinierung der Wirtschaftspolitik in der Euro-Zone stark machen, schreibt das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Beamte des Bundesfinanzministeriums haben Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) dazu eine gemeinsame deutschfranzösische Initiative vorgeschlagen. Es habe sich als unzureichend herausgestellt, nur die Haushaltsdefizite der Teilnehmerländer zu überwachen, wie es der Stabilitätspakt vorsieht. Künftig sollten die Regierungen der Euro-Zone dazu übergehen, unter anderem auch die unterschiedlichen Preissteigerungsraten in Visier zu nehmen und zu bekämpfen. Auch sollten sie schon frühzeitig einschreiten, wenn sich Vermögensblasen bilden. Der Vorstoß wäre ein weiterer Schritt hin zu einer europäischen Wirtschaftsregierung, die Deutschland bislang ablehnte.
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© DER SPIEGEL 6/2010
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