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Ausgabe 10/2010
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06.03.2010
 

Deutsche Bank lieferte fragwürdige Finanzierung für griechisches Waffengeschäft

In der Affäre um die Schuldenkosmetik des griechischen Staates könnte auch die Deutsche Bank unter Druck geraten. Im Jahr 2003 konstruierte deren Londoner Niederlassung für die Griechen ein legales, aber äußerst fragwürdiges Geschäft.

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Zusammen mit der Staatsfinanzierungsabteilung der heutigen Commerzbank-Tochter Eurohypo verschaffte sie Athen einen Kredit für ein Rüstungsgeschäft. "Die Eurohypo übernahm im Jahr 2003 eine Forderung gegenüber dem griechischen Staat in der Höhe von rund einer Milliarde Euro, die vergangenes Jahr zurückgezahlt wurde", bestätigt ein Sprecher der Eurohypo, "Hintergrund der Transaktion waren zwei Swaps, die ein Kreditinstitut in London dem griechischen Staat bereitgestellt hatte." Die Deutsche Bank will zu den Details des Geschäfts keine Stellung nehmen.

Hinter den Kulissen heißt es, das europäische Statistikamt Eurostat habe es geprüft, und es sei nie das Ziel gewesen, Schuldenkosmetik zu betreiben. Doch der komplex strukturierte Deal erreichte genau das. Die Griechen mussten dadurch den Kredit nicht sofort verbuchen, sondern erst Jahre später, als die Waffen geliefert wurden.

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