28. Mai 2006, 12:43 Uhr

Volkswagen

Stellenabbau kostet über eine Milliarde Euro

Der geplante Stellenabbau dürfte den Volkswagen-Konzern über eine Milliarde Euro kosten. Die Hälfte davon wollen die Wolfsburger allein für Abfindungen ausgeben.

Hamburg – Mit einem aufwändigen Abfindungsprogramm will der größte europäische Autobauer den Stellenabbau beschleunigen. Volkswagen bietet rund 85.000 Mitarbeitern in Deutschland bis zu 250.000 Euro an, wenn sie freiwillig ihren Arbeitsplatz aufgeben. Ingesamt werde der Stellenabbau nach SPIEGEL-Informationen mehr als eine Milliarde Euro kosten.

VW-Mitarbeiter in Kassel: Kaum Alternativen am Arbeitsmarkt
DPA

VW-Mitarbeiter in Kassel: Kaum Alternativen am Arbeitsmarkt

Intern wird damit gerechnet, dass allenfalls 4000 Mitarbeiter auf das Angebot eingehen. Grund: Die VW-Werke liegen in strukturschwachen Gebieten, in denen es wenig Aussichten auf eine andere Stelle gibt.

DaimlerChrysler will mit einem ähnlich hoch dotierten Programm 8500 Mitarbeiter zum Ausscheiden aus dem Konzern bewegen, doch im Großraum Stuttgart sind die Chancen auf neue Jobs deutlich höher als in Nähe der VW-Werke in Wolfsburg, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter und Braunschweig.

VW will zudem bis zu 16.000 Mitarbeiter über ein Frühpensionierungsprogramm zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Berufsleben bewegen. Außerdem prüft der Konzern, ob er mehrere tausend Mitarbeiter an Zulieferer und andere Unternehmen ausleihen kann. VW würde dann die Differenz zwischen den eigenen Löhnen und den niedrigeren der neuen Arbeitgeber ausgleichen.

Ein VW-Sprecher sagte zu dem geplanten Stellenabbau: "Wir kommentieren das nicht." Ziel des Konzerns ist es, seine Werke im Inland rentabler zu machen. Bis zu 20.000 Stellen stehen in den deutschen Fabriken in Frage.

kaz


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