Ramsauer rügt Bundesländer - 70.000 Studentenwohnungen fehlen

Nach Angaben von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) fehlen in Deutschland rund 70000 Studentenwohnungen. "Es kann nicht sein, dass wir in den Stadtzentren nur noch aufpolierte Luxusapartments sehen und preiswerter Wohnraum immer mehr verschwindet. Nach unseren Zahlen fehlen in Deutschland grob geschätzt 70000 Studentenwohnungen", sagte Ramsauer dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. "Mich wundert manchmal, dass die Studenten sich das Geschäftsgebaren mancher Vermieter oder Makler bieten lassen", so der CSU-Politiker. Am Dienstag will sich Ramsauer mit Vertretern von Studentenwerken und der Immobilienwirtschaft treffen, um über das Problem zu beraten. Ramsauer erhob gegen einzelne Bundesländer wie Berlin schwere Vorwürfe, weil sie den Bau von günstigem Wohnraum nicht zügig genug vorantrieben und das Geld, das der Bund für die soziale Wohnraumförderung ausgibt, nicht nutzten. "Es gibt Länder, die kaum oder gar kein Geld in den sozialen Wohnungsbau stecken, Bundesgelder also nur wenig oder gar nicht abrufen. Bremen etwa, Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin", sagte Ramsauer. Der Bundesbauminister will die Länder deswegen zur Rede stellen. "Bei meinem Gespräch am Dienstag will ich wissen, warum das so ist."

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