AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 22/2002

Chaostage gegen Stoiber?/Sicherheitsbehörden befürchten Punker-Krawalle in München


Punks aus ganz Deutschland und angrenzenden Ländern wollen die so genannten Chaostage 2002 zu einer Aktion gegen Edmund Stoiber machen. Im Internet melden die Veranstalter des Punkertreffens am ersten Augustwochenende, die Szene werde sich dieses Jahr auf München statt wie sonst auf Hannover konzentrieren.

Zunächst hatten die Organisatoren eine Zersplitterung der Aktionen auf mehrere Städte befürchtet. Nach der "Kür des CDU/CSU-Kanzlerkandidaten "habe sich die Situation aber "radikal geändert ". Stoiber eine die Anhänger der Chaostage auf eine Weise, wie es "weiland nur Franz Josef Strauß fertig brachte", verkünden die Punks. Offenbar planen die Demonstranten in München heftige Randale. Für das Treffen wenige Wochen vor der Bundestagswahl kündigen sie Ereignisse an, "die den Verantwortlichen schon jetzt Sorgenfalten bescheren dürften".

Auch ein großes Polizeiaufgebot oder ein Demonstrationsverbot, heißt es auf der Homepage, würden nichts bewirken. Die bayerischen Sicherheitsbehörden und der Verfassungsschutz befürchten angesichts des Aufrufs gewalttätige Krawalle.



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