AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 37/2004

Reformen Ein-Euro-Jobs auch in Privatunternehmen

Gering bezahlte Hilfstätigkeiten zur Aufbesserung des Arbeitslosengelds II sollen in Zukunft einen noch höheren Stellenwert bekommen. Die Bundesregierung will die so genannten Ein-Euro-Jobs auch in privaten Unternehmen zulassen.


Krankenpflege: Chance auch für Langzeitarbeitslose
DPA

Krankenpflege: Chance auch für Langzeitarbeitslose

Das geht aus einer Verwaltungsanweisung der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit hervor. Danach dürfen Betriebe vom kommenden Jahr an so genannte Arbeitsgelegenheiten einrichten, wenn diese „zusätzlich“ geschaffen werden und „gemeinnützigen Zwecken“ dienen. Dazu zählen der Vorschrift zufolge Aufgaben im Umweltschutz, der Jugend- und Altenhilfe oder im öffentlichen Gesundheitswesen.

Zugleich müssen die Unternehmen nachweisen, dass die Jobs nicht „den Wettbewerb verzerren“ oder „bestehende Arbeitsplätze gefährden“. Sind die Bedingungen erfüllt, dürften Langzeitarbeitslose danach sowohl in privaten wie in kommunalen Pflegeheimen für Hilfstätigkeiten eingesetzt werden. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Wirtschaftsverbände die Befürchtung geäußert, die Ein-Euro-Jobs könnten einseitig öffentlich-rechtliche Träger begünstigen.



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