AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 51/2004

Vergünstigter RWE-Strom für CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer

Der Skandal um den CDU-Politiker Hermann-Josef Arentz, der ohne jede Gegenleistung auf der Gehaltsliste des Energie-Konzerns RWE stand, zieht weitere Kreise. Auch CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer genießt aus seiner früheren Beschäftigung beim Unternehmen finanzielle Vorteile. Obwohl der 56-jährige Parteimanager der VEW Dortmund, die im Jahr 2000 mit der RWE verschmolzen wurde, nur bis 1999 diente, erhält er bis heute Strom zum Mitarbeitertarif. Nach Informationen aus dem Unternehmen kann diese Vergünstigung, die auch anderen Ex-Managern gewährt wird, jährlich bis zu 2000 Euro ausmachen. Der Fall ist in der vergangenen Woche sowohl im Holding-Vorstand der Firma als auch im Aufsichtsrat des Konzerns zur Sprache gekommen. Meyer räumte darüber hinaus ein, dass er bis heute ein Darlehen des Unternehmens abbezahle, mit dem er einst sein Haus gebaut habe. Zu Beginn des Jahres 2001 hat Meyer, wie er selbst bestätigt, zudem von der RWE "irgendeine Ausschüttung" erhalten. Allerdings habe er alle finanziellen Vergünstigungen stets als geldwerten Vorteil versteuert, versichert der CDU-General.

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