AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 26/2005

Eichel investierte 640.000 Euro in eigene PR

Für die laufende Legislaturperiode hat die Bundesregierung insgesamt 64 Rahmenverträge für die Öffentlichkeitsarbeit geschlossen. Das geht aus einem Schreiben des Finanzstaatssekretärs Karl Diller an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Allein die Kosten für die PR-Agentur Zum goldenen Hirschen summieren sich nach Angaben des Bundesfinanzministeriums auf 493.580 Euro. Einen noch teureren Vertrag als das Bundespresseamt hat Finanzminister Hans Eichel abgeschlossen. Für 32.016 Euro monatlich engagierte der einstige Sparminister Pleon Kohtes Klewes zur Unterstützung seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Bisher hat Eichel dafür gut 640.000 Euro ausgegeben - und das, obwohl er als einziger Minister obendrein einen eigenen Medienberater beschäftigt. Der CDU-Haushaltsexperte Bernhard Kaster hat für diese zusätzliche PR-Arbeit nur eine Erklärung: "Eichel bescheinigt den eigenen Pressereferenten, dass sie für ihren Job nicht kompetent genug sind."

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