AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 35/2005

Neue Vorwürfe gegen Ex-VW-Betriebsrat Volkert


In der VW-Affäre um Lustreisen für Betriebsräte gibt es neue Vorwürfe gegen den zurückgetretenen Betriebsratschef Klaus Volkert. Wolfgang Kubicki, der Anwalt des entlassenen VW-Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer, sagte dem SPIEGEL: Sein Mandant habe ihm gegenüber erklärt, dass er Volkert vor dessen Reisen mit der brasilianischer Freundin nicht nur die Tickets, sondern mehrfach auch einen Umschlag mit Bargeld übergeben habe. Es habe sich um Summen zwischen 10.000 und 15.000 Euro gehandelt, die Gebauer später beim VW-Konzern abgerechnet habe. Von Volkert war zu diesem Vorwurf keine Stellungnahme zu erhalten. Volkerts Nachfolger Bernd Osterloh wird derweil von der VW-Revision im Zusammenhang mit einer Spesenabrechnung über 1100 Euro entlastet. Osterloh war zusammen mit dem Geschäftsführer des Betriebsrats Michael Riffel zur Präsentation des neuen Passats nach Mallorca geflogen. Mit Osterlohs Freundin und Riffels Frau speisten sie in einem Restaurant in Palma, das die VW-Organisation vor Ort gebucht hatte. Die Rechnung über 1100 Euro wurde später bei VW eingereicht. Die VW-Revision stellte dazu fest, die Beteiligten hätten sich korrekt verhalten. Dennoch haben Osterloh und Riffel die 1100 Euro aus ihrer Privatasse an den Konzern zurückbezahlt.



© DER SPIEGEL 35/2005
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