AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 25/2006

Schweizer Fernsehen leitet rechtliche Schritte gegen Günter Netzers Firma Infront ein

Bei seinen aktuellen ARD-Auftritten als WM-Analytiker lässt sich Günter Netzer nichts anmerken - doch in seiner Hauptbeschäftigung als Gesellschafter und Geschäftsführer des WM-Rechte-Vermarkters Infront hat er derzeit mit Kalamitäten zu kämpfen. So hat das Schweizer Fernsehen SRG vorige Woche rechtliche Schritte gegen Infront eingeleitet, wie SRG-Sprecher Max Gurtner bestätigt. Die SRG hatte von Infront die WM-Übertragungsrechte für die Schweiz erworben und sieht diese nun durch RTL und den französischen Kanal M6 verletzt. Beide zeigen ausgewählte WM-Spiele in einem speziellen Schweizer Programmfenster und verkaufen dafür auch Werbezeiten. "Eine eindeutige Verletzung unserer Exklusivrechte", so Gurtner. Man habe entsprechend auch Forderungen gegen Infront geltend gemacht. Unschöne Neuigkeiten gibt es auch von Netzers Infront-Geschäftspartner und Ex-Adidas- Chef Robert-Louis Dreyfus. Ein Strafgericht in Marseille verurteilte den Manager jüngst wegen Betrugs zu drei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 375.000 Euro. In dem Prozess um illegale Zahlungen bei 15 Spielertransfers in Dreyfus' Zeit als Clubeigner von Olympique Marseille ging es um illegale Zahlungen in Höhe von 22 Millionen Euro. Dreyfus' Anwältin kündigte an, Berufung einzulegen.

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