AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 25/2006

Neue Software der Bundesanstalt für Arbeit sorgt für Statistikkorrektur


Im Mai 2006 haben weit weniger Menschen einen neuen Job gefunden, als von der Bundesagentur für Arbeit (BA) suggeriert. Diese gab vor knapp drei Wochen bekannt, dass im Mai 255.000 Menschen weniger arbeitslos waren als noch im April. Dies sei der stärkste Rückgang in einem Mai seit der Wiedervereinigung gewesen, gab die Nürnberger Behörde bekannt. Tatsächlich gehen von den 255.000 weniger Arbeitslosen im Mai womöglich mehr als die Hälfte auf eine interne Software-Umstellung zurück, nach der sie nicht mehr als "arbeitslos", sondern lediglich als "arbeitssuchend" gezählt werden. Es handelt sich dabei um ein neues EDV-System, bei dem krank gemeldete Arbeitslose erstmals flächendeckend und korrekt registriert werden und deshalb aus der Statistik fallen.



© DER SPIEGEL 25/2006
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