AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 18/2008

CDU-Wahlkampf wurde mit 60.000 Euro aus der Siemens-Kasse finanziert


In der Affäre um verdeckte Wahlkampfspenden für den CDU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Adam haben Beamte der Bundestagsverwaltung in der vergangenen Woche anhand von Unterlagen, die Adam beigebracht und erläutert hat, in einer internen Aufstellung erstmals den Wert der mit Siemens-Geld bezahlten Sachspenden errechnet. Demnach soll der Siemens-Mann Wilhelm Schelsky für Werbemittel wie Handzettel, Kugelschreiber, Feuerzeuge und deren Versand in tausende Haushalte rund 60 000 Euro gezahlt haben - verteilt auf drei Wahlkämpfe. Nach Adams Angaben tat Schelsky dies, ohne Gegenleistungen zu fordern. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ am Freitag auf eine SPIEGEL-Anfrage mitteilen, sie halte es "für unverzichtbar", dass "der Sachverhalt vollständig aufgeklärt wird".



© DER SPIEGEL 18/2008
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