AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 36/2009

Schwere Ausrüstungsmängel beim Afghanistan-Einsatz


Mit schweren Mängeln bei der Ausrüstung hat die Bundeswehr in Afghanistan zu kämpfen. Wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL unter Berufung auf interne Berichte des Verteidigungsministeriums meldet, ist mehr als die Hälfte der rund 700 geschützten Fahrzeuge am Hindukusch zeitweise nicht einsatzbereit. Wegen eines Mangels an Ersatzteilen müssten sogar "Transall"-Transportflugzeuge ausgeschlachtet werden. Für Hubschrauber gebe es nicht genug Piloten, für die Übertragung geheimer Informationen fehlten geeignete Computer und Funkgeräte. Wie der SPIEGEL weiter berichtet, wird US-Präsident Barack Obama nach der Bundestagswahl am 27. September fordern, dass die Bundeswehr noch mehr Soldaten in den Einsatz schickt. Amerikanische Diplomaten hätten dies führenden CDU-Politikern bereits angekündigt. Das Bundestagsmandat begrenzt die Truppenstärke derzeit auf 4500 Soldaten. Es läuft aber im Dezember aus. Verteidigungsminister Jung wollte bereits im vergangenen Jahr die zulässige Obergrenze von 3500 auf 6000 Soldaten erhöhen, so DER SPIEGEL. Wegen der CSU und der Landtagswahl in Bayern habe er es aber bei 4500 Mann bewenden lassen.



© DER SPIEGEL 36/2009
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