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AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 41/2009

Israel wünscht deutsche Subventionen für weiteres Brennstoffzellen-U-Boot

Die künftige Bundesregierung sieht sich mit der Bitte Israels konfrontiert, dem Land einen Zuschuss für ein Rüstungsgeschäft zu gewähren. Jerusalem will bei der HDWWerft ein sechstes U-Boot der Dolphin-Klasse bestellen und wünscht sich – wie bei bisherigen Booten – eine millionenschwere Subvention aus dem Bundeshaushalt. Für das vierte und das fünfte Schiff, die derzeit in Kiel gebaut werden, zahlt Berlin bereits bis zu 333 Millionen Euro, etwa ein Drittel der Kosten. Auch die ersten drei Boote, 1999 und 2000 geliefert, waren mit 1,1 Milliarden Mark aus dem Bundesetat subventioniert worden. Die rund 500 Millionen teuren Dolphin-U-Boote werden mit modernen Brennstoffzellen angetrieben, die sie besonders lange tauchen lassen. Kritiker der Lieferungen an Israel fürchten, dass die deutschen Boote als Basis für möglicherweise atomar bestückte Marschflugkörper Israels eingesetzt werden. Die Bundesregierung hat den Bau des sechsten Bootes bereits 2006 genehmigt.

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© DER SPIEGEL 41/2009
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