AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 43/2009

Bundeswehr-Spezialkräfte jagen afghanische Aufständische


Nach mehreren Angriffen auf eine wichtige Nato-Versorgungsroute ist die Bundeswehr in Nordafghanistan gegen Aufständische vorgegangen. Vor zwei Wochen nahmen Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) in einem Dorf bei Aliabad, gut 20 Kilometer südlich des Bundeswehrstandorts in Kunduz, 15 Verdächtige fest. Die KSK-Kämpfer griffen gegen drei Uhr morgens zu, Kampfhubschrauber unterstützten die Aktion aus der Luft. Die Operation wurde gemeinsam mit dem afghanischen Geheimdienst NDS durchgeführt, verletzt wurde niemand. Der afghanische Dienst vermutet, dass die Festgenommenen Teil der Gruppe sind, die Nato-Transporte ins Visier genommen hat. Erst vor kurzem hatten mutmaßliche Taliban in Aliabad zwei Tanklaster mit Benzin für die Internationale Stabilisierungstruppe Isaf angegriffen und in Brand gesetzt, zuvor war auch ein ziviler Transport für das Lager in Kunduz unter Feuer geraten. Bei Aliabad wurden am 3. September von Taliban auch die beiden Tanklaster entführt, die nur Stunden später auf Anforderung des deutschen Obersts Georg Klein aus der Luft bombardiert worden waren.



© DER SPIEGEL 43/2009
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