AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 49/2009

Regierungskoalition will unbequemen Pharma-Kontrolleur ablösen


Regierungskreise betreiben die Ablösung von Peter Sawicki, dem Chef des staatlichen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – er gilt als allzu kritisch gegenüber der Pharmaindustrie. Die führenden Gesundheitspolitiker der Unionsfraktion sprechen sich in einem Papier ("Kernforderungen an eine schwarz-gelbe Gesundheitspolitik") für eine Neuausrichtung des Kontrollinstituts aus. Dazu gehöre auch ein Wechsel an dessen Spitze. Im Detail ist geplant, Sawicki nach Ablauf seines Fünfjahresvertrags 2010 durch einen industriefreundlicheren Kandidaten zu ersetzen. Die Vertreter von Krankenkassen und Ärzteschaft haben zwar signalisiert, dass sie Sawicki gern im Amt belassen würden; doch die vom langjährigen Ministeriumsbeamten Georg Baum (FDP) geführte Deutsche Krankenhausgesellschaft hat in Absprache mit dem Gesundheitsressort bereits ihr Veto gegen eine Vertragsverlängerung angekündigt.



© DER SPIEGEL 49/2009
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