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AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 8/2010

WAZ-Chef Hombach kritisiert Gruner + Jahr

Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Gruppe, wirft dem Verlag Gruner + Jahr vor, durch die Einführung einer neuen kostenlosen App bei der "Financial Times Deutschland" ("FTD") die Glaubwürdigkeit der Verlage zu gefährden. "Es ist für mich ein erklärungsbedürftiger Widerspruch, wenn Gruner + Jahr ankündigt, gegen kostenlose ,Tagesschau'-Angebote zu klagen und zur gleichen Zeit selbst ein solches Gratisangebot macht." Die Strategie von Springer-Chef Mathias Döpfner, den Technologiesprung bei Mobiltelefonen wie dem iPhone sowie neuartigen Tablet-Computern zu nutzen, "um die Kostenloskultur des Internets hinter uns zu lassen", sei "alternativlos richtig und unterstützenswert". Das könne aber nur gelingen, wenn die Verlage sich einig blieben, etwa über Apps keinen Gratisjournalismus zu verbreiten. "Wer da aus der Reihe schert, versündigt sich am Qualitätsjournalismus, der ja bezahlt werden muss." Die "FTD" hatte kürzlich eine neue Gratis-App für das iPhone gestartet. Die bisher nur angekündigte "Tagesschau"-App beschäftigt indes auch die Politik. Die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin hat bei der EU-Kommission eine Prüfung des ARD-Angebots gefordert. Eine WAZ-interne Personalie wollte Hombach nicht kommentieren: Nach SPIEGEL-Informationen soll Springer-Digital- Manager Erik Peper neuer Chef des WAZ-Portals DerWesten.de werden.

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© DER SPIEGEL 8/2010
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