AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 10/2011

ARD will sich Boxrechte 54 Millionen Euro kosten lassen


Rund 54 Millionen Euro will sich die ARD den neuerlichen Kauf von Übertragungsrechten für Boxkämpfe im Ersten kosten lassen – der Vertrag würde die Jahre 2013 bis 2015 umfassen. "Mit Blick auf jüngere Zuschauer" handele es sich um "ein gutes Ergebnis für das Erste Programm", heißt es in einer Beschlussvorlage des MDR-Rundfunkrats. Darin wird auch ein eher abenteuerlich anmutendes Argument für den Erwerb der teuren Boxrechte genannt: Er diene dem "audience flow" am späten Samstagabend. Damit ist gemeint, dass populäre Sendungen einem quotenschwachen Format, das im direkten Umfeld gesendet wird, Zuschauer bescheren können. Als positives Beispiel nennen die ARD-Verantwortlichen ausgerechnet das "Wort zum Sonntag". Als 2009 die samstägliche Kurzpredigt in eine Boxübertragung integriert wurde, schrumpfte die Zuschauerzahl nur um knapp die Hälfte – auf rund 3,5 Millionen. Normalerweise verfolgen nur um die 1,7 Millionen Zuschauer die religiösen Botschaften.



© DER SPIEGEL 10/2011
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