AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 11/2011

Mehrheit im Bundestag gegen Erbguttests

Im Bundestag stellen die strikten Gegner von Erbguttests an Embryonen derzeit die größte Gruppe. Für ihren Gesetzentwurf zur Präimplantationsdiagnostik (PID) konnten die Abgeordneten um SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles und den stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion, Johannes Singhammer, bis zum Freitagabend 159 Unterschriften sammeln. 151 Unterstützer zählte die Gruppe um die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, Ulrike Flach, und CDU-Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze. Sie will die PID erlauben, wenn mit einer Tot- oder Fehlgeburt zu rechnen ist, und auch, wenn die Eltern eine Veranlagung zu schweren Erbkrankheiten haben. Jene Parlamentarier, die PID ausschließlich bei drohender Tot- oder Fehlgeburt wegen Erbkrankheiten der Eltern gestatten möchten, konnten bislang nur 31 Unterschriften sammeln. Am Donnerstag will der Bundestag in erster Lesung über den Gesetzentwurf beraten.

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