AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 16/2011

Strafanzeige gegen Geflügelfirma Heidemark


Die Tierschutzorganisation Peta geht juristisch gegen Geflügelmäster in Niedersachsen vor, darunter auch gegen die Firma Heidemark, einen der größten Putenvermarkter in Deutschland. Es geht um Tierquälerei bei einem Mäster und um mutmaßliche Verbrauchertäuschung. Bei einem Heidemark-Kunden filmten die Aktivisten etwa vergammelte tote Puten, die zwischen lebenden Artgenossen lagen. Zudem fanden sich dort Futter- Lieferscheine von Heidemark. Darauf ist erkennbar, dass Futter mit gentechnisch verändertem Soja geliefert wurde. Gegenüber Greenpeace hatte der Konzern dagegen bereits vor Jahren versichert, in seinem Futterwerk kein gentechnisch verändertes Soja zu verwenden. Auf Nachfrage bei der Firma ließ der Hamburger Anwalt Walter Scheuerl wissen, dass Heidemark auch Gentechnik-Futter verkaufe – allerdings nur an Landwirte, "die an andere Schlachtereien liefern". Von diesem Fall seien Puten der Marke Heidemark nicht betroffen. Aus Unterlagen geht jedoch zumindest hervor, dass Puten des Mästers auch zum Heidemark-Schlachthof transportiert wurden.



© DER SPIEGEL 16/2011
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