AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 27/2011

Dresdner Polizei schnüffelte Busreisende aus


Die Dresdner Polizei hat am 19. Februar nicht nur Telefongespräche überwacht, sie hat auch Informationen über zahlreiche Busreisende gesammelt. Im Zuge der Ermittlungen zu den Anti-Nazi-Demonstrationen ging ein Schreiben an Busunternehmen in der gesamten Bundesrepublik. Darin forderte die Polizei die Firmen auf, Auskunft über Reisende, Strecken und geschlossene Verträge zu leisten. Die Beamten wollten wissen, wo Fahrgäste ein- und ausstiegen, worüber sie sprachen, welche Transparente sie bei sich trugen. Sie fragten nach Mietverträgen und Kopien der Ausweise von Kunden. Die Ermittler der Soko 19/2 versprachen sich dadurch offenbar Hinweise auf Täter, die am 19. Februar in Dresden Polizisten angegriffen und verletzt hatten. Erst unlängst war die Dresdner Polizei in die Schlagzeilen geraten, weil sie am 19. Februar die Telefone Tausender Dresdner aus spioniert und die Daten missbraucht hatte.



© DER SPIEGEL 27/2011
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