AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 31/2011

Familienministerium erwägt Zusammenlegung von Bundesfreiwilligendienst und Freiwilligem Sozialen Jahr


Nach Erwägungen des Familienministeriums könnten Bundesfreiwilligendienst (BFD) und Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) mittelfristig verschmelzen. Das geht aus einem internen Vermerk über eine Gesprächs runde zwischen Staatssekretär Josef Hecken und Vertretern der Träger verbände hervor. Hintergrund ist das geringe Interesse am BFD, mit dem die Regierung den abgeschafften Zivildienst ersetzen will. Zum Start Anfang Juli waren nach Angaben der Trägerverbände von 35000 geplanten BFD-Stellen erst 6000 besetzt. Dagegen liegen rund 50000 Anmeldungen für ein sogenanntes Freiwilliges Soziales Jahr vor, das von den Bundesländern koordiniert wird. Künftig, kündigte Hecken dem Vermerk zufolge an, müsse jeder Träger für drei FSJ-Plätze mindestens zwei BFD-Stellen einrichten. Mittelfristig könne es sogar dazu kommen, "dass es nur noch einen Dienst gibt". Gelingt es nicht, die Zahl der BFD-Stellen zu erhöhen, sei die Finanzierung des neuen Freiwilligendienstes in Gefahr. Der BFD benötige eine "angemessene Belegung", heißt es, "um die Mittel im Bundeshaushalt zu halten".



© DER SPIEGEL 31/2011
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