AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 32/2011

Schweizer Unternehmen will Schadensersatz in der MDR-Affäre Foht


Die Affäre um den suspendierten Unterhaltungschef des MDR, Udo Foht, weitet sich aus. Im neuesten Fall soll die Schweizer Musik- und TV-Produktionsfirma Gillming & Co. gegen den öffentlich-rechtlichen Sender aus Leipzig Anspruch auf Schadensersatz stellen. Die Rede ist von rund einer Million Euro; im MDR heißt es, es gehe nur um einen Bruchteil der Summe. Streitpunkt ist die Talkshow "Generationen-Dialog", die Foht bei Gillming in Auftrag gegeben haben soll. Die Show wurde jedoch nie produziert – angeblich, weil Foht Aufzeichnungen mehrmals kurzfristig abgesagt hat. Bereits im vorigen Jahr hätte gedreht werden sollen, der letzte geplatzte Termin soll vor ein paar Wochen gewesen sein. Weder Gillming noch Foht waren Ende vergangener Woche für eine Stellungnahme erreichbar. Der MDR will sich zu den Vorwürfen gegen Foht nicht mehr äußern. In einem Brief an die Gremien des Senders kündigte Intendant Udo Reiter für September einen Zwischenbericht der Untersuchungskommission an. Udo Foht, Förderer von Volksmusik-Größen wie Florian Silbereisen oder Stefan Mross, hatte Ende Juli seinen Schreibtisch räumen müssen. Der Sender begründete dies zunächst damit, dass Foht MDR-Briefpapier für private Zwecke missbraucht habe.



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