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AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 34/2011

Ehemaliger WikiLeaks-Sprecher zerstört unveröffentlichte Dateien

Der frühere WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg hat nach eigenen Angaben mehr als 3500 unveröffentlichte Dateien zerstört, die von unbekannten Informanten eingesandt worden waren und nun offenbar unwiderruflich verloren sind. Dabei handelt es sich um Dokumente, die bis zum Spätsommer 2010 auf dem WikiLeaks-Server lagerten und die eine Gruppe um Domscheit-Berg bei ihrem Verlassen der Organisation mitgenommen hat. Er habe die Dateien "in den letzten Tagen geschreddert, um sicherzustellen, dass die Quellen nicht gefährdet werden", so Domscheit-Berg. WikiLeaks-Gründer Julian Assange könne keinen sicheren Umgang mit dem Material garantieren. In dem Datenbestand befand sich unter anderem die sogenannte "No-Fly-Liste" der US-Regierung, auf der die Namen von Verdächtigen notiert waren, denen das Betreten eines Flugzeugs untersagt ist. Assange sagte, zu dem Material hätten auch Insiderinforma tionen aus 20 rechtsextremistischen Organisationen gehört. Domscheit-Berg wollte das nicht bestätigen. Assange fordert seit Jahresanfang die Herausgabe der Daten.

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© DER SPIEGEL 34/2011
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