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AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 39/2011

Betreiber werten Freizeitpark am Nürburgring als "Fehlplanung"

Erhebliche Schwierigkeiten bereitet der mit Landesgeldern gebaute Freizeitkomplex am Nürburgring seinen privaten Betreibern. Verantwortliche des Unternehmens Nürburgring Automotive GmbH denken darüber nach, die erst 2009 eröffneten Anlagen am Ring künftig in den Wintermonaten zu schließen. In der gegenwärtigen Ausgestaltung sei der vom Land Rheinland-Pfalz gewünschte Ganzjahresbetrieb am Ring nicht zu erreichen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Wichtige Teile der über 350 Millionen Euro teuren Anlage werden unternehmensintern als "Fehlplanung" gewertet. So fanden in der Ring-Arena mit bis zu 5200 Plätzen im laufenden Jahr erst acht Veranstaltungen mit insgesamt gerade mal 19.200 Besuchern statt. Eine Achterbahn, die ebenfalls Publikum in die abgelegene Eifelregion locken sollte, ist bis heute nicht einsetzbar. Nach einer Ende 2009 erarbeiteten vertraulichen Studie der Beratungsfirma Ernst & Young waren Probleme allerdings vorhersehbar: Der Freizeitpark sei etwa für Familien nur "begrenzt interessant", die geografische Lage ein "erheblicher Nachteil", und die erwarteten Besucherzahlen seien daher unrealistisch, urteilten die Berater.

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© DER SPIEGEL 39/2011
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