AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 42/2011

Bundesregierung ernennt Expertengruppe zur Überprüfung der Energiewende


Eine vierköpfige Expertengruppe soll im Auftrag der Bundesregierung alle drei Jahre überprüfen, ob Deutschland ausreichend schnell den Zielen der Energiewende näherkommt. Nach längerem Kompetenzgerangel haben sich Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf Regeln für die Überwachung des Atomausstiegs und des Ausbaus erneuerbarer Energien verständigt. Dabei soll Rösler vor allem für den Netzausbau und die Kraftwerksplanung zuständig sein, Röttgen für erneuerbare Energien. Als Vorsitzenden der Expertenkommission will das Kabinett am Mittwoch den Mannheimer Volkswirt Andreas Löschel vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ernennen, der Leitautor für den nächsten Bericht des Weltklimarats ist. Als weitere Prüfer will das Kabinett die Energieforscher Georg Erdmann von der TU Berlin, Frithjof Staiß vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung in Stuttgart und Hans-Joachim Ziesing von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen berufen. Die Experten sollen auch Alarm schlagen, wenn die Umlage für erneuerbare Energie, die Stromkunden bezahlen, über den Zielwert von 3,5 Cent pro Kilowattstunde steigt. 2012 soll die Umlage bereits rund 3,6 Cent betragen.



© DER SPIEGEL 42/2011
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